Am Freitag, den 30. Januar, fand im RuhrCongress Bochum die Aktionärshauptversammlung der thyssenkrupp AG statt. Während im Inneren Aktionärinnen und Aktionäre über Dividenden, Konzernumbau und strategische Weichenstellungen entschieden, machten Beschäftigte und Gewerkschafter*innen der IG Metall vor dem Gebäude deutlich: Dieser Kurs geht auf Kosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Mehrere hundert Kolleginnen und Kollegen protestierten gegen die aktuelle Konzernstrategie unter Vorstandschef Miguel Ángel López. Geplante Ausgliederungen, Unsicherheit über die Zukunft der Stahlsparte und der drohende Abbau von Arbeitsplätzen sorgen für große Verunsicherung in den Belegschaften. Gleichzeitig hält der Vorstand an einer Dividendenausschüttung fest: ein fatales Signal angesichts von Verlusten, Transformationsbedarf und fehlenden Zukunftskonzepten für die Standorte.

Auch die Beschäftigten der HKM-Hütte nutzten den Tag der Aktionärshauptversammlung, um ihrer Sorge um die Zukunft des Standorts Ausdruck zu verleihen. Mit ihrer Aktion richteten sie sich direkt an Vorstand und Anteilseigner und forderten endlich verbindliche Zusagen zu Investitionen und zur Sicherung der Arbeitsplätze. Die Belegschaft kritisierte die anhaltende Hängepartie und das Fehlen klarer Perspektiven für die Stahlsparte. Die Botschaft war deutlich: Die Zukunft der HKM-Hütte darf nicht länger Spielball konzernpolitischer Entscheidungen sein.

Unter dem Motto „Wir sagen Stopp, Herr López!“ forderten Beschäftigte und IG Metall einen Kurswechsel: Investitionen in sichere Arbeitsplätze, Mitbestimmung statt Spaltung des Konzerns und eine klare Perspektive für die Stahlindustrie. Die Transformation darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.

Die Kundgebung machte deutlich: Die Belegschaften sind bereit, für ihre Zukunft zu kämpfen. Wir erwarten Verantwortung vom Vorstand für die Menschen, die den Konzern tragen, nicht nur für kurzfristige Renditeinteressen.

ByIGM