Ruhrpott-Rebellion gestartet: IG Metall im Ruhrgebiet setzt klares Zeichen gegen Sozialabbau

  • IG Metall Geschäftsstellen des Ruhrgebiets rufen zur Ruhrpott-Rebellion auf
  • Planung von Aktionen, Protesten und Demonstrationen in mehreren Städten des Ruhrgebiets
  • Mit der Ruhrpott-Rebellion startet eine Initiative, die weit über einzelne Demonstrationen hinausgeht
Aufruf-Rebellion_Duisburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

die IG Metall Geschäftsstellen im Ruhrgebiet haben am 02. Juni 2026 im Rahmen eines gemeinsamen Pressegesprächs den offiziellen Start der Initiative „Ruhrpott-Rebellion 2026“ bekannt gegeben.

Vertreterinnen und Vertreter aus vier Geschäftsstellen machten deutlich: Der Widerstand gegen Sozialabbau und Angriffe auf Arbeitnehmerrechte wächst – und er wird sichtbar auf die Straße getragen.

Unter dem Motto „Es reicht: Der Ruhrpott wehrt sich. Bis hierhin – und nicht weiter!“ kündigte die IG Metall eine Reihe von Aktionen, Kundgebungen und Demonstrationen in mehreren Städten des Ruhrgebiets an, die im Juli starten. Die Ruhrpott-Rebellion versteht sich als Start einer Bewegung für soziale Gerechtigkeit, sichere Arbeitsplätze und eine faire Zukunft.

3. Juli 2026 – Gelsenkirchen

4. Juli 2026 – Duisburg

10. Juli 2026 – Bochum

11. Juli 2026 – Dortmund

11. Juli 2026 – Essen-Mülheim-Oberhausen

Mehr auf www.ruhrpott-rebellion.com

Breite Bewegung gegen den Rückbau des Sozialstaats

Mit der Ruhrpott-Rebellion reagiert die IG Metall auf eine politische und wirtschaftliche Entwicklung, die zunehmend zulasten der Beschäftigten geht.

Im Fokus der Kritik stehen unter anderem Diskussionen über längere Arbeitszeiten bzw. die Abschaffung des 8-Stunden-Tages, spätere Renteneintritte wie die diskutierte Rente mit 70 und weitere Einschnitte im Sozialstaat.

Die Initiative der IG Metall versteht sich als Auftakt für eine breite gesellschaftliche Bewegung im Ruhrgebiet.

Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Mitgliedern, sowie der Gewerkschaften der DGB-Familie, mit Beschäftigten, Bürgerinnen und Bürgern sowie Bündnispartnern wie z.B. das Sozialstaatsbündnis ein starkes Signal für soziale Gerechtigkeit zu setzen.

Vor Ort in den Regionen setzen wir auf eine breite Allianz. Gemeinsam, sichtbar und mit klarer Haltung: „Bis hierhin – und nicht weiter!“

Beschäftigte tragen das Land – nicht die Lasten allein

Die Geschäftsführer*innen der beteiligten IG Metall Geschäftsstellen betonten im Pressegespräch die gemeinsame Verantwortung für den Erhalt des Sozialstaats: „Wer den Sozialstaat schwächt, gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Es sind die Beschäftigten, die jeden Tag den Laden am Laufen halten – sie verdienen Respekt, Sicherheit und faire Bedingungen.“

Zugleich kritisierte die IG Metall eine öffentliche Debatte, in der Beschäftigte häufig als zu krank, zu teuer und wenig leistungsbereit dargestellt werden.

Diese Darstellung entspreche nicht der Realität. Unsere zentrale Botschaft lautet: Es reicht: Der Ruhrpott wehrt sich. Bis hierhin und nicht weiter!

Während wir täglich dafür sorgen, dass der Laden läuft, diskutieren unsere Regierungsvertreter im politischen Berlin und die Arbeitgeberverbände in diesem Land längere Arbeitszeiten, spätere Renteneintritte und Kürzungen beim Sozialstaat.

Tag für Tag wächst im Land der Widerstand gegen diese Angriffe – insbesondere gegen Einschnitte in den Sozialstaat und gegen Versuche, unsere hart erkämpften Rechte infrage zu stellen.

Klar ist: Kürzungen im sozialen Bereich und Angriffe auf Arbeitnehmer*innenrechte treffen uns alle – und stoßen auf unseren entschlossenen Widerstand. Deshalb beginnt die Ruhrpott-Rebellion jetzt!

Der Ruhrpott organisiert Widerstand

Mit der Ruhrpott-Rebellion startet eine Initiative, die weit über einzelne Demonstrationen hinausgeht.

Sie steht für den Anspruch, gesellschaftliche Debatten zu verändern und politische Kurskorrekturen zu erreichen.

Die Botschaft ist klar: Der Ruhrpott steht zusammen – und wird sich gegen Sozialabbau und Ungerechtigkeit wehren.

Über 85.000 Mitglieder hinter der Initiative

Die Ruhrpott-Rebellion wird getragen von den IG Metall Geschäftsstellen im Ruhrgebiet und sprechen geschlossen für über 85.000 Mitglieder und deren Interessen.

Gemeinsam mit weiteren Gewerkschaften, Verbänden und Akteuren der Zivilgesellschaft soll so ein sichtbarer Protest für einen starken Sozialstaat organisiert werden

  • Ruhrgebiet-Mitte:
    Ulrike Hölter, Marc Schneider
  • Mülheim-Essen-Oberhausen:
    Jörg Schlüter, Wencke Hartjes
  • Gelsenkirchen:
    Ralf Goller, Dirk Walpuski
  • Duisburg-Dinslaken:
    Karsten Kaus, Ünsal Başer, Sabrina Jaeger-Kruschinski

Karsten Kaus, 1. Bevollmächtigter IG Metall Duisburg-Dinslaken:

„Die Ruhrpott-Rebellion ist ein klares Signal: Es reicht. Beschäftigte tragen dieses Land jeden Tag – und sie werden nicht länger akzeptieren, dass ihre Arbeitsbedingungen verschlechtert und soziale Sicherheiten infrage gestellt werden.

Ünsal Başer, 2. Bevollmächtigter IG Metall Duisburg-Dinslaken:

„Wir erleben aktuell eine politische und wirtschaftliche Entwicklung, die zulasten der Beschäftigten geht. Mit der Ruhrpott-Rebellion organisieren wir gemeinsam mit vielen Partnern sichtbaren Widerstand für soziale Gerechtigkeit, faire Arbeitsbedingungen und einen starken Sozialstaat.“

Plakat_RuhrpottRebellion-1

Foto: IG Metall Duisburg-Dinslaken /Vorne v.l.: Sabrina Jaeger-Kruschinksi, Karsten Kaus, Ulrike Hölter, Wencke Hartjes / Hinten v. l.: Ralf Goller, Marc Schneider, Ünsal Başer

Weitere Informationen und Kontakt:

Geschäftsführung IG Metall Duisburg-Dinslaken

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